Leinenführigkeit trainieren: Schluss mit dem Ziehen

Viele Hundehalter kennen das: Beim Spaziergang zieht der Hund wie ein kleiner Bagger an der Leine, und aus dem entspannten Gassigang wird ein Kräftemessen. Leinenführigkeit lässt sich aber trainieren, und zwar ohne Zwang.

Warum Hunde ziehen

Hunde ziehen nicht aus Trotz, sondern weil die Welt draußen einfach unglaublich spannend ist. Jeder Geruch, jedes Geräusch lockt. Hinzu kommt: Solange Ziehen zum Ziel führt, lohnt es sich aus Sicht des Hundes. Genau hier setzt das Training an.

Das Prinzip der lockeren Leine

Die wichtigste Regel lautet: Bei gespannter Leine geht es nicht weiter. Sobald Ihr Hund zieht, bleiben Sie ruhig stehen. Erst wenn die Leine wieder durchhängt, geht es weiter. So lernt der Hund nach und nach, dass nur eine lockere Leine ihn ans Ziel bringt. Das erfordert Geduld, denn anfangs bleiben Sie vielleicht alle paar Meter stehen.

  • belohnen Sie jeden Moment mit lockerer Leine
  • wechseln Sie überraschend die Richtung
  • halten Sie das Training anfangs kurz
  • üben Sie zuerst in reizarmer Umgebung

Geduld zahlt sich aus

Erwarten Sie keine Wunder über Nacht. Gerade junge oder temperamentvolle Hunde brauchen Wochen, bis sie locker an der Leine laufen. Bleiben Sie freundlich und konsequent, und vermeiden Sie ruckartiges Reißen, das schadet nur dem Vertrauen.

Fazit

Mit Ruhe, klarer Regel und viel Lob wird der Spaziergang wieder zur entspannten Auszeit für Mensch und Hund. Geben Sie sich und Ihrem Vierbeiner die Zeit, die er braucht.

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